| Camilo, Du wirst
Taufkirchen im Osten und Starnberg im Süden trainieren
– ist das nicht schwer zu vereinbaren?
Camilo: Das ist mit Sicherheit schwierig,
aber nicht unmöglich. Ich war sehr überrascht
über das hohe Interesse und den Willen, den das
Starnberger Team gezeigt hat, einen passenden Trainer
zu finden. Und auch Taufkirchen ist eine gute Mannschaft,
die Unterstützung braucht.
Aber mit zwei Mannschaften, musst Du einer
die erste Priorität einräumen – welcher?
Ich werde mich selbstverständlich bei
beiden Mannschaften so stark wie möglich einbringen.
Dennoch habe ich mit den Starnbergern zuerst die Vereinbarung
getroffen, und deswegen muss ich ihnen auch die erste
Priorität einräumen. Zum Glück überschneiden
sich die Trainings nicht und die Spiele fast gar nicht.
Es wird natürlich trotzdem sehr anstrengend werden.
Aber ich bin sicher, dass das eine tolle Herausforderung
für mich wird.
In welchen Ligen spielen die zwei Mannschaften?
Beide sind in der Bayerliga. Bei beiden verfolge
ich das Ziel, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen.
Bei den Taufkirchner Mädels ist es etwas schwieriger,
das Ergebnis voraus zu sehen. Das Team ist noch nicht
komplett und noch im Aufbau, und wir haben noch in zwei
Positionen Probleme. Aber wir haben ja auch noch viel
Zeit zu, bis die Saison beginnt.
Welche Ziele verfolgst Du mit Starnberg und
wie ist dort das Training?
Der Verein will genauso wie die Spieler, dass
die Herren I den Aufstieg schaffen. Deswegen werden
wir uns sehr intensiv vorbereiten. In einer so langen
Saison wie in Deutschland üblich ist das größte
Problem immer, dass alle Mannschaften mit Verletzungen
der Spieler zu rechnen haben. Wir bauen momentan vor
allem die körperliche Fitness auf, und wir werden
noch vor Saisonstart Freundschaftsspiele und ein Trainingslager
durchführen und an Turnieren teilnehmen.
Wie ist die finanzielle Lage, was sind die
Vor- und Nachteile?
Ich habe nicht so viel Erfahrung mit deutschen
Vereinen. Ich kann nur auf Basis dessen vergleichen,
was ich kenne. Und da kann ich sagen, dass der Starnberger
Verein stabil ist und über ausreichende Mittel
verfügt, ein oder zwei Ligen höher zu spielen.
Mein erster Eindruck war, dass sich einige der Vertreter
der Volleyball-Abteilung sehr stark engagieren, und
diese Personen sind auch bereit, mich zu unterstützen,
damit wir gemeinsam unsere Ziele erreichen. |