Eine neue Herausforderung für die Saison 2005/2006

Zwei Teams, aber nur ein Ziel!

Nach zwei Saisons als Trainer der Damen I des Vereins DJK SB München-Ost in der Regionalliga hat sich Camilo im April 2005 entschieden, eine Pause zu machen und die „Vereinsfreie“ Zeit zu nutzen, seinen Lebenslauf aufzupäppeln und sich als Trainer fortzubilden. Eine der Ausbildungen davon fand im April in Brasilien statt. Da er sich zudem den Sommer über auf Beachvolleyball konzentrieren wollte, hatte er zunächst noch keine Pläne für die nächste Saison.

Aber wie jeder leidenschaftliche Trainer konnte Camilo die Gelegenheit einfach nicht vorbei ziehen lassen, wieder als Trainer zu arbeiten. Ende Juni nahm Camilo zu zwei Mannschaften den Kontakt auf: Mit dem TSV Starnberg (Herren) und dem DJK Taufkirchen (Damen), die beide großes Interesse bei Camilo weckten.

   
 

Camilo, Du wirst Taufkirchen im Osten und Starnberg im Süden trainieren – ist das nicht schwer zu vereinbaren?

Camilo: Das ist mit Sicherheit schwierig, aber nicht unmöglich. Ich war sehr überrascht über das hohe Interesse und den Willen, den das Starnberger Team gezeigt hat, einen passenden Trainer zu finden. Und auch Taufkirchen ist eine gute Mannschaft, die Unterstützung braucht.

Aber mit zwei Mannschaften, musst Du einer die erste Priorität einräumen – welcher?
Ich werde mich selbstverständlich bei beiden Mannschaften so stark wie möglich einbringen. Dennoch habe ich mit den Starnbergern zuerst die Vereinbarung getroffen, und deswegen muss ich ihnen auch die erste Priorität einräumen. Zum Glück überschneiden sich die Trainings nicht und die Spiele fast gar nicht. Es wird natürlich trotzdem sehr anstrengend werden. Aber ich bin sicher, dass das eine tolle Herausforderung für mich wird.

In welchen Ligen spielen die zwei Mannschaften?
Beide sind in der Bayerliga. Bei beiden verfolge ich das Ziel, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Bei den Taufkirchner Mädels ist es etwas schwieriger, das Ergebnis voraus zu sehen. Das Team ist noch nicht komplett und noch im Aufbau, und wir haben noch in zwei Positionen Probleme. Aber wir haben ja auch noch viel Zeit zu, bis die Saison beginnt.

Welche Ziele verfolgst Du mit Starnberg und wie ist dort das Training?
Der Verein will genauso wie die Spieler, dass die Herren I den Aufstieg schaffen. Deswegen werden wir uns sehr intensiv vorbereiten. In einer so langen Saison wie in Deutschland üblich ist das größte Problem immer, dass alle Mannschaften mit Verletzungen der Spieler zu rechnen haben. Wir bauen momentan vor allem die körperliche Fitness auf, und wir werden noch vor Saisonstart Freundschaftsspiele und ein Trainingslager durchführen und an Turnieren teilnehmen.

Wie ist die finanzielle Lage, was sind die Vor- und Nachteile?
Ich habe nicht so viel Erfahrung mit deutschen Vereinen. Ich kann nur auf Basis dessen vergleichen, was ich kenne. Und da kann ich sagen, dass der Starnberger Verein stabil ist und über ausreichende Mittel verfügt, ein oder zwei Ligen höher zu spielen. Mein erster Eindruck war, dass sich einige der Vertreter der Volleyball-Abteilung sehr stark engagieren, und diese Personen sind auch bereit, mich zu unterstützen, damit wir gemeinsam unsere Ziele erreichen.